Said wurde 1947 in Teheran geboren und kam 1965 als Student nach München. Hier lebt er nach wie vor, weil er - wegen seines politischen Engagements gegen das damals auch von der Bundesrepublik unter- stützte Schah-Regime - nicht in seine Heimat zurückkehren konnte. In den 70er Jahren war er auch als Funktionär der exiliranischen Cisnu aktiv.


In Begleitung von Luise Rinser betrat er erst 1979, nach dem Sturz des Schah, wieder iranischen Boden, sah aber als Gegner auch des funda- mentalistischen Ayatollah-Regimes keine Möglichkeit zu einem Neu- anfang in seiner Heimat. Nach diesem Besuch schrieb er sein Buch Wo ich sterbe ist meine Fremde, in dem er sich gegenüber Rechen- schaft ablegt über seine Versuche, die Heimat wiederzufinden.


Das Exil bleibt für Said weiterhin politische Realität, wobei er seine Existenz als eine Art Luftpflanze, nicht verbunden mit der Erde an- sieht. Nach seiner Funktionärstätigkeit begann er, mit der Waffe des Wortes zu kämpfen. Seine Hörspiele Ich und der Schah und Die Beichte des Ayatollah sind Auseinandersetzungen mit dem iranischen Regime. Vor allem aber schreibt er Lyrik und bekam dafür verschiede- ne Literaturpreise.




Wo ich sterbe ist meine Fremde. Der iranische Schriftsteller Said im deutschen Exil
Porträt von Karlheinz Barwasser
Rezitation: Günter Schoß, Schnitt: Tina Emmerling und Karlheinz Barwasser
Ton: Ingeborg Kiepert, Regieassistenz: Irene Fischer, Regie: Karlheinz Barwasser
Produktion: Deutschlandsender-Kultur  © 1992
Spieldauer: 50:42 Stereo