Die in den Jahren 1989 bis 1991 entstandenen Gedichte sind auf die

Spitze getriebene und damit auf den Punkt gebrachte Momentaufnah-

men vom Zweifel an der Erfüllbarkeit der Begierden und Lüste, des

Lebens schlechthin. In äußerst verdichteten Sequenzen bewegt man

sich durch eine Welt der Worte und Bilder, die, trotz allen oft in Sar-

kasmus mündenden Zweifels, aus Sinnlichkeit und Sehnsucht besteht

und sich einer starken Symbolik und Metaphorik bedient. Eine Welt, in

der die Realität des Erlebens gegenstandslos ist, Vertrautes ins Ab-

surde gesteigert und somit neu entdeckt und Bekanntes zum Geheim-

nis stilisiert wird. Dabei bedient sich die Stimmung des (Nicht)erlebens

einer Sprache der Aufsässigkeit, die sich, auch wenn sie wie ein Mes-

ser wirkt, nie gegen den Autor richtet, sondern immer seine Verbünde-

te bleibt.

Das Ypsilon der verdrehten Achsel
Gedichte, Stora Verlag München 1992, ISBN 3-929045-50-8